Kurzbeschreibung Projekt "Telekommunikation Spitex"
Zusammenfassung
Das Projekt nutzt die modernen Möglichkeiten der Telekommunikation für die Spitex und die mit ihr zusammenarbeitenden Stellen wie Hausärzte, Spitäler, 7x24 Std. Ärztedienst. Selbstverständlich steht im Mittelpunkt der Patient. Mit mobilen und stationären Videoconferencing-Geräten erfolgt eine Vernetzung aller Beteiligten. Diese erschliesst völlig neue Arbeitmöglichkeiten, erzeugt Einsparungen und erhöht die Sicherheit für die Patienten.
Allgemeine Beschreibung
Die Spitexverantwortliche besucht ihre Patienten und hat die mobile Arbeitsstation bei sich. Dies ist ein kleines Köfferli, das med. Messgeräte, Kameras und das Videoconferencing-System beinhaltet. Sie verrichtet ihre Arbeiten und nimmt die notwendigen Messungen wie Blutdruck, EKG, Quick, Fieber, Gewicht usw. vor. Alle Daten werden im Koffer und auf dem zentralen Rechner gespeichert. Möchte sie nun eine Abklärung durchführen, macht sie dies via Koffer mittels Videoconferencing mit der Spitexzentrale und/oder dem Hausarzt. Sowohl die Spitexzentrale als auch der Hausarzt können jederzeit die vorhandenen Daten anschauen. So kann zum Beispiel die Spitexverantwortliche am Abend alle nötigen Fälle mittels Videoconferencing mit dem Hausarzt besprechen.
Beispiele aus dem Pflegealltag
Aufgebot zu einer Wundversorgung: Vorgängiger Bericht war, dass nur eine kleine Abschürfung vorhanden sei. Vor Ort sieht es aber anders aus. Die Pflegefachfrau kann nun mit dem Hausarzt oder der Wundfachfrau Sichtkontakt aufnehmen. Mittels der vorhandenen Kamera können diese die Wunde begutachten und der Pflegefachfrau entsprechende Instruktionen erteilen.
Notfallsituation am Wochenende: Statt dass der Arzt vor Ort kommt, was er sehr ungern tut, lässt er den Patienten in die Notfallstation kommen. Dies ist oftmals nicht nötig. In diesem Fall kommt die Spitexverantwortliche mit dem Köfferli zum Klienten. Dank der bildlichen Übertragung der Situation kann gemeinsam entschieden werden ob eine Hospitalisierung überhaupt nötig ist.
Aus den beispielhaft dargestellten Fällen können klare Einsparungspotentiale abgeleitet werden:
- Patient spart den Gang zum Hausarzt oder in die Notfallstation
- Spitexfachfrau kann wiederholte Besuche vermeiden
- Wegfall von Wartezeiten
Beispiel Ausbildung
Eine Lernende richtet unter anderem die Medikamente beim Klienten. Eine Pflegefachfrau geht vorbei und kontrolliert dies. Eine solche Überprüfung kann mittels der Kamera erfolgen.
Die Beispiele lassen sich beliebig erweitern. Im kommenden Pilotbetrieb soll der Nutzen 1:1 verifiziert werden. Ab 1.3.2012 könnte dann der Rollout bei der Spitex erfolgen.
In der AMTS, der Akademie für medizinisches Training und Simulation, finden ab November 2011 laufend Präsentationen statt, wo alle Fälle auf der vorhandenen Testinstallation geübt werden können.
